Breastlight Entwicklung
Max Cutler, Amerikanischer Chirurg, zeigt 1929, dass Brustkrebs durch die Durchleuchtung der Brust sichtbar gemacht werden kann.
Eine nachfolgende Studie von Dr. David J. Watmough zeigte, dass die optischen Bilder von Brustkrebs prinzipiell durch die begleitende Angiogenese (die Bildung neuer Blutgefäße wird durch den Krebs angeregt) entstehen. Die chaotische Masse an Blutgefäßen um einen Tumor stellt die Versorgung des Krebses mit Sauerstoff und Nährstoffen sicher und ermöglicht das kontinuierliche Wachsen des Tumors.
Rote Blutzellen absorbieren das Licht besonders bei einer Wellenlänge von etwa 550 nm (entspricht dem Absorptionsband von Oxyhämoglobin). Der Grad der Lichtabsorption wird von der Anzahl der Blutzellen pro Volumeneinheit Brustgewebe bestimmt. Zysten sind daher durchscheinend, während mit Blut gefüllt Zysten, Hämatome und Tumore lichtundurchlässig erscheinen.
Erste Studien zu Brustdurchleuchtungsmethoden mit früheren Versionen des Gerätes wurden in den neunziger Jahren durchgeführt. Die klinischen Resultate hinsichtlich der Unterscheidung von Karzinomen und gutartigen Brustveränderungen waren vielversprechend. Allerdings war die Empfindlichkeit geringer als bei der Mammografie und damit wurde die Methode nicht als Alternative zu den etablierten klinischen Screeningmethoden empfohlen.
Mit der kürzlich verbesserten LED-Technologie ist es nun möglich, ein handliches und bezahlbares Gerät herzustellen, welches von jeder Frau zu Hause angewendet werden kann. Damit kann eine wirksame Methode zur Vervollständigung des Brust-Bewusstseins, welches ein wichtiger Faktor bei der Früherkennung von Brustkrebs ist, zur Verfügung gestellt werden. Insbesondere bei Frauen, bei denen sich die Tastuntersuchung schwierig gestaltet - zum Beispiel bei fibrösem Brustgewebe, ist somit eine effektive Hilfe zur Identifizierung verdächtiger Befunde gegeben.




